NEUIGKEITEN

rund um unser Abenteuer Rallye Dakar Classic


29.11.2021

Soooo… ein weiterer und extrem wichtiger Schritt ist gemacht: die Autos stehen im Hafen von Marseille und werden demnächst auf die Fähre verladen. Uns allen ist da ein dicker fetter Stein vom Herzen gefallen, denn die letzten Wochen waren extrem nervenaufreibend und es gab Tage, da hing alles am sprichwörtlichen seidenen Faden.

Los ging’s damit, dass der „Rote Baron“ nochmal in die Werkstatt sollte, damit die Ventile ordentlich eingestellt werden, und als ich am Vorabend mit dem Auto heimgefahren bin, hat’s aus dem Auspuff nur gebrubbelt und gebrabbelt, kohlschwarz geraucht und schneller als 70 km/h wollte das Auto nicht laufen 😟. Ja so ein Scheiß, was ist da jetzt los?? Es kann doch nicht sein, dass wir über Monate null Probleme haben und knapp zwei Wochen vor dem Termin in Marseille macht der Baron die Grätsche. Nachdem die Ventile eingestellt waren, wurde alles mobilisiert, was sich mit solchen Youngtimern auskennt und zum Glück konnte uns wds-tuning aus Schnaittenbach schon mal ein gutes Stück weiterhelfen, zur Feinabstimmung ging’s dann noch zum Bosch Service Brunner nach Sulzbach – aber alles natürlich unter extremen Zeitdruck und im Moment ist ja keiner Firma gerade langweilig oder hat ausgerechnet auf uns gewartet.

Zudem gab’s plötzlich noch ein weiteres Problem: jedes Mal hat es vorne links beim Einlenken geknackt und gepoltert, dass wir dachten, die Antriebswelle ist kaputt. Also auch bei Mercedes Widmann alle rebellisch gemacht und zum Glück ist der zuständige Niederlassungsleiter so von unserem Projekt begeistert, dass wir da auch noch kurzfristig vorbei schauen konnten.

Und weil das ja noch nicht ausreicht, haben wir am Servicebus einen „sauberen“ Kurzschluss fabriziert, sodass das Display sofort wie eine Lichtorgel geblinkt hat 😉. Ich bitte die Ford-Fans um Verzeihung aber wenn alle Autos dieser Marke so gebaut sind, dann „gute Nacht“. Und der, der den Transit konstruiert hat, sollte seine Berufswahl auch nochmal ordentlich überdenken! Bei dem Auto gibt es an VIER verschiedenen Stellen Sicherungen und Relais und es ist schon eine sportliche Übung, die überhaupt zu finden, geschweige denn, alle zu überprüfen. Alles durchgeschaut, durchgemessen, geflucht und geschrien aber keine einzige Dreckssicherung war kaputt. Als uns absolut das Talent ausging, kam uns zum Glück ein kleiner Engel zur Hilfe, DANKE Lea 😘, und durch Ihre Kontakte wurde nun auch noch bei der Autowelt Weiden alles möglich gemacht, damit wir den Transit kurzfristig vorbei bringen können und der Fehler gesucht wird.

Keine Ahnung, ob Ihr nachvollziehen könnt, was zu der Zeit in unseren Köpfen abgegangen ist aber es war echt heftig. Knapp zwei Wochen vor der Abfahrt nach Frankreich läuft kein Auto richtig und es gab wirklich Momente, in denen jeder von uns ernsthaft befürchtet hat, dass wir alles abblasen müssen! All die Zeit, all das Geld, der ganze Aufwand… für Nichts, weil plötzlich alles gegen uns läuft 😢.

Aber zum Glück dreht sich der Wind dann auch wieder und nach ein paar Tagen – und schlaflosen Nächten – standen Baron und Transit wieder in der heimischen Werkstatt. Gut, Kälte und feuchtes Wetter mag der Baron noch immer nicht, sollte in Saudi Arabien aber hoffentlich auch nicht allzu häufig vorkommen 😉. An dieser Stelle nochmals ein dickes fettes DANKE an alle, die mitgeholfen haben, die Autos wieder ans Laufen zu bringen!!

Und letzte Woche Mittwoch (24.11.2021) ging’s dann tatsächlich los und wir machten uns auf den Weg nach Marseille. Der Transit beladen bis unter’s Dach – und sogar darüber – und dank des Pickup’s, den uns Markus Schlosser für den Trip überlassen hat, waren wir dann auch standesgemäß unterwegs 🙂. Da klar war, dass wir die gut 1.200 Kilometer nicht an einem Tag abspulen wollen und wir zudem am Donnerstag erst um 15 Uhr unser Zeitfenster zur Abgabe der Autos hatten, haben wir in der Nähe von Genf übernachtet und den Abend ruhig ausklingen lassen. Am Donnerstag ging’s auch recht entspannt los, da wir für die verbleibenden knapp 500 Kilometer ausreichend Zeit hatten. Leider hat es der Wettergott nicht allzu gut mit uns gemeint und Südfrankreich zeigte sich ziemlich regnerisch und kühl.

Dank der inzwischen gut geschulten Navigationskenntnisse der Copilotin 🙂 haben wir auf Anhieb das richtige Gate am ja doch ziemlich großen Hafen gefunden und uns in der bereits recht langen Warteschlange angestellt. Kurz vor 15 Uhr durften wir dann auf’s Gelände und das war dann schon alles ziemlich aufregend. Und ein Spektakel!!!! Die LKW’s sind der absolute Hammer und deren Servicetrucks stehen den Wettbewerbsfahrzeugen in Nichts nach. Schon beeindruckend, was da abgeht.

Wir haben erst mal den Baron vom Hänger abgeladen, Rudi konnte mit dem Transit gleich den ersten Posten anfahren und war uns so immer ein kleines Stück voraus. Hoffentlich ändert sich das bei der Rallye 🙃.

Wir hatten dann erst eine Art „Papierabnahme“, am nächsten Posten gab’s die Aufkleber, dann wurde gecheckt, ob die Anschlüsse für das Notfallsystem und das Navi korrekt sind (sind sie 🙂, „good job“ hat der Checker gesagt) und dann wurde der Baron auch schon beklebt. Das war jetzt wirklich aufregend denn da wurde es irgendwie amtlich, dass wir dabei sind. Die nächste Station war am langwierigsten, da wurden alle Autos, die auf die Fähre gehen, gewogen und vermessen, was sich ziemlich gezogen hat. Der Baron liegt im Soll, der Transit ist leiiiiiiiiiiiiiiiiicht überladen 😉, hat sich aber keiner was darum geschert. Nachdem noch die Schlüssel mit entsprechenden Aufklebern versehen wurden, haben wir unsere Autos in die Reihe gestellt und dann ging’s auch schon wieder zurück in Richtung Genf, ins Hotel.

Seit wir in Frankreich mal ausgeraubt wurden, ist das Land ja nicht mehr so wirklich unser Freund – aber mit einem leeren Anhänger darfst du 130 fahren – geile Sache 😄. Haben wir jetzt nicht ganz ausgereizt, aber man kommt dann schon gut voran. So gut, dass wir im Hotel gerade noch was zu essen bekommen haben und mit einem sündhaft teuren Grappa haben wir den Abend in richtig entspannter Stimmung genossen.

Am Freitag sind wir am frühen Abend heil zu Hause angekommen und jetzt bleibt noch ein wenig Zeit, um etwas Luft zu holen und Kraft zu tanken. Das Konditionstraining hat bei dem Stress der letzten Wochen arg gelitten, da arbeiten wir jetzt wieder verstärkt daran und dann haben wir ein neues Spiel erfunden: Roadbook-Memory 🙂
Im elektronischen Roadbook sind viele Begriffe stark abgekürzt und leiten sich zudem aus dem französischen ab, so dass wir die ganzen Symbole vergrößert und ausgeschnitten haben und jeden Abend werden jetzt munter Schnipsel aus der Box gezogen und gelernt, was die bedeuten. Je besser und schneller wir wissen, was das Roadbook uns da eigentlich sagen will, umso größer sind die Chancen, dass wir den richtigen Weg finden.

Es bleibt auch weiterhin alles ziemlich aufregend für uns und wenn wir am 27. Dezember dann nach Saudi Arabien fliegen, beginnt mit Sicherheit das „Abenteuer unseres Lebens“. Bis dahin melden wir uns aber schon nochmal.

Viele Grüße und bis bald,

Euer Dakar Classic Team Ruppert

Ursula, Matias, Rudi und Christian

Marseille Fahrt
Startnummer
Startnummer Begleitfahrzeug
Marseille LKW
Marseille Warteschlange
Marseille Servicefahrzeuge

11.11.2021

Damit wir euch möglichst tagesaktuell aus Saudi-Arabien berichten können, haben wir einen Etappen-Blog eingerichtet.

Dort versuchen wir euch jeden Tag einen Eindruck der bestrittenen Etappe zu geben, manchmal (hoffentlich) auch mit ein paar Videos. Schaut während der Dakar also gerne dort vorbei.

Hier der direkte Link: https://etappenblog.wixsite.com/teamruppert

Auch jetzt gibt es dort schon das ein oder andere Update, das Bloggen will schließlich geübt sein, damit das während der Dakar dann auch reibungslos klappt.😉

Viele Grüße und bis bald,

Euer Dakar Classic Team Ruppert

Ursula, Matias, Rudi und Christian


28.10.2021

Heute in 66 Tagen sind wir mitten drin, in der ersten Etappe der Dakar Classic 2022 und so langsam steigt die Nervosität. 😉 Aber nicht nur die, auch der Zeitdruck erhöht sich ziemlich stark, vor allem, da die Fahrzeuge bereits Ende November fertig sein müssen, um sie in der letzten Woche im November nach Marseille zu bringen.

Wir selbst fliegen am 27.12. von Frankfurt zunächst nach Riad und von dort aus nach Jeddah. Am 28.12. holen wir die Autos ab, am 29. ist die endgültige Abnahme, am 30. ist „General Briefing“, in dem wir den Umgang mit Tripmaster, Navi und GPS lernen (hoffentlich! 😁) und am 31.12. steht für die Teilnehmer der Classic schon gleich mal eine Überführungsetappe von ca. 800 km nach H‘ail an. Silvester mal anders 😊

Am 01.01.2022 trifft dann auch der ganze Tross der „normalen“ Dakar in H‘ail ein, alle fahren nacheinander über die Startrampe, es folgt ein erster, kurzer Prolog und am 02.01.22 startet die erste Etappe. Alles ganz schön aufregend – aber auch saugeil, dass wir dabei sein werden!!!

Wie anfangs schon geschrieben, erhöht sich der Zeitdruck ziemlich spürbar und obwohl wir schon im April angefangen haben, wird’s richtig knapp, bis alles so richtig reisefertig ist und wir den Trip nach Marseille starten können. Unser Servicebus, ein 4x4-Transit, wird ja von Matias und Rudi gefahren und die beiden hatten und haben an dem auch noch jede Menge Arbeit. Zum einen musste erst eine Art Regal gebaut werden, damit wir alles unterbringen, dann bekommt er noch neue Bremsen und Reifen und auch sonst sollte noch alles überprüft werden, damit wir nicht mehr am Bus als am Roten Baron arbeiten müssen 😉.

Seit Wochen liegen überall Zettel und Listen, damit wir ja nichts vergessen allerdings fehlen da stellenweise noch jede Menge „erledigt-Haken“ und es muss noch einiges besorgt werden. Bisher war es ja meist so, dass wir für ein Rennen maximal vier Tage unterwegs waren und wenn da was zu Hause liegen geblieben ist, konnten wir uns schon irgendwie durchmogeln und improvisieren. Jetzt sind wir dann aber fast drei Wochen mitten in Saudi Arabien unterwegs und die Möglichkeiten, etwas ggf. vor Ort zu besorgen, sind ziemlich stark eingeschränkt, also sollten wir versuchen, auch wirklich alles dabei zu haben. Was uns aber höchstwahrscheinlich nicht gelingen wird 😉

Letztes Wochenende haben wir unseren Biwak-Aufbau getestet; sieht alles gar nicht schlecht aus und bei der Gelegenheit haben wir auch das erste Mal unser Dachzelt ausprobiert (DANKE nochmal an www.rolling-space.de für Eure Unterstützung!). Wir sind mit unserem Wohnmobil ja ziemlich verwöhnt, was Dusche, Toilette oder Bett angeht, aber hier geht’s wieder richtig „back to the roots“… unser Reisekomfort besteht dann aus Dachzelt, Wasserkanisterdusche, Reisetoillete, Duschzelt und Feldbetten, kann echt lustig werden.

Alles in allem müssen wir schon zugeben, dass das ganze Drumherum deutlich mehr Zeit einfordert, als wir gedacht haben und aktuell stehen wir alle ziemlich unter Strom, aber mit Sicherheit wird die Dakar unser motorsportliches Meisterstück und das Abenteuer unseres Lebens. Also gut, mit Ausnahme von Mati vielleicht, der ist von uns motorsportlich so verstrahlt worden, der wird sicher noch seine eigenen Abenteuer bestreiten 😄. Recht hat er!!!

Am Wochenende wird wieder fleißig an den Autos gearbeitet und allmählich wollen und müssen wir auch zu einem Ende kommen. Dann steht noch eine letzte Testfahrt an, bei der hoffentlich keine größeren Probleme mehr ans Licht kommen und dann geht die Vorbereitungszeit auch wirklich zu Ende. Übt schon mal das Daumen drücken aber bevor es so richtig los geht, melden wir uns schon noch das eine oder andere Mal!

Ach so, falls jemand seinen Aufkleber gerne mit auf dem Auto hätte, darf er sich jederzeit bei uns melden, Platz hätten wir in jedem Fall noch und preislich sind wir flexibel 😁.

Viele Grüße und bis bald,

Euer Dakar Classic Team Ruppert

Ursula, Matias, Rudi und Christian

offizielle Startnummer 821
Servicefahrzeug
Mechaniker
Biwak

09.09.2021

OTV Fernsehbeitrag

Wir waren im Fernsehen 🙂

Unser Regionalsender Oberpfalz TV hat uns besucht und, wie wir finden, einen richtig schönen Beitrag über uns und unser Abenteuer Rallye Dakar Classic 2022 zusammengestellt. Schaut's euch doch mal an 😊

https://www.otv.de/mediathek/video/hauptsache-sport-vom-09-09-2021/

(zum abspielen bitte auf den Link oder das Bild klicken)

Viele Grüße und bis bald,

Ursula & Christian


07.09.2021

Was für ein wichtiger Tag...technische Vorabnahme zur Teilnahme an der Dakar Classic 2022!

Normalerweise findet die Technische Abnahme ja erst in Jeddah/Saudi Arabien statt, aber wir sind "mal schnell" nach Holland gefahren, da der "Dakar Zirkus" dort Halt gemacht hat. Der Technik-Chef der Dakar war vor Ort und hat sich die Autos angeschaut, was ggf. noch nicht passt und geändert werden muss. So auch unseren "Roten Baron" und jetzt ist klar:
seit gestern hat unser "Roter Baron" auch offiziell die technische Abnahme an der Dakar Classic!

Es gibt zwar noch zwei Kleinigkeiten, die wir machen sollten, aber nicht zwingend müssten, und in Jeddah wird dann nur noch die Sicherheitsausrüstung überprüft.

Und deshalb können wir nun sehr glücklich sagen: der Aufkleber ist dran, Saudi-Arabien kann kommen 😉

Viele Grüße und bis bald,

Ursula & Christian

Abnahme 1
Abnahme 2

03.09.2021

Zeitungsbericht 03.09.2021

Die Amberger Zeitung hat erneut über uns und unseren Weg nach Saudi-Arabien berichtet 🙂

Viel Spaß beim lesen, viele Grüße und bis bald,
Ursula & Christian


12.08.2021

Unser erster Offroad-Renneinsatz liegt hinter uns und es ist dann gar nicht mal so schlecht gelaufen 🙂 - aber alles der Reihe nach…

Schon im Laufe der Woche haben wir alles, was uns wichtig schien, im Wohnmobil verstaut (und Vieles doch vergessen ;-)) und am Mittwochabend gab’s dann eine Premiere: das Auto verladen. Wir haben uns einen passenden Anhänger ausgeliehen und von der Fa. Ehebauer einen wirklich sehr schönen, nahezu neuen Kippanhänger bekommen. Da ging’s aber schon mal los – noch nie hat jemand von uns ein Auto auf einen Kipphänger verladen und so hat das alles auch ziemlich lange gedauert. Naja, irgendwann, viel später als geplant, ging es dann doch endlich auf die Autobahn und ca. 450 km Anfahrt nach Polen lagen vor uns.

So gegen ein Uhr nachts haben wir unser Etappenziel, einen Autohof kurz vor der Grenze, erreicht und am nächsten Tag erreichten wir nach einer guten Stunde das Fahrerlager und irgendwie fühlten wir uns alle in unsere aktiven Moto-Cross-Zeiten zurück versetzt. Nichts mehr mit geteertem Fahrerlager, Stromanschluss um die Ecke und festen Duschen und Toiletten. Alles eben so wie früher: Staub, Schlamm, nix mit Strom und jeder freut sich über festes Schuhwerk 🙂.

Am Donnerstag stand nur die Technische Abnahme auf dem Plan, aber auch hier waren wir schon reichlich nervös, ob das, was wir in den letzten Wochen alles um- und eingebaut haben, so auch passt. Ein paar kleine Anmerkungen gab es zwar, aber letztendlich haben wir den Sticker bekommen und konnten den Tag ruhig ausklingen lassen.

Am Freitag wurde es dann ernst: Aufstellung, Fahrerbesprechung und dann zwei Einführungsrunden. Da wir wirklich noch keinen einzigen Meter mit dem Auto im Gelände gefahren sind, waren wir reichlich nervös und hatten keine Ahnung, was da jetzt auf uns zukommt. Nein, „nervös“ stimmt nicht so ganz, ich gebe zu, dass ich die Hosen gestrichen voll hatte 😉. In den letzten Tagen hat es ziemlich viel geregnet und nach dem, was zu erkennen war, stand überall das Wasser und die Fahrspur war komplett nass und schlammig. Ich habe in der Früh schnell mal noch in der Bedienungsanleitung nachgelesen, wann man denn den Geländeallrad und die Differentialsperren einsetzt. Ihr seht, top vorbereitet 😉

Nach einer kurzen Fahrerbesprechung ging’s los und die erste Runde war für uns wirklich alles andere als „entspanntes Cruisen während der Besichtigungsrunde“, aber von Mal zu Mal wurde es besser und es fing tatsächlich an Spaß zu machen 🙂.

Die Veranstaltung selbst war ein 24-Stunden-Rennen, aber für die Rookies wurde das in 2x6-Stunden aufgeteilt und um 19 Uhr war der Start für den ersten Abschnitt bis 01 Uhr nachts. Wir haben dann ganz bewusst erst einmal alle, die hinter uns standen, vorbei gelassen, da wir noch genug mit uns selbst zu tun hatten, da brauchst du keinen im Rückspiegel, der ständig drängelt und vorbei will. Der Rote Baron zeigte sich von seiner allerbesten Seite, hat uns aus allen Schlammlöchern rausgezogen, sich vor keiner Steigung oder Abfahrt gefürchtet und so hatten wir Runde für Runde immer mehr Spaß an der Sache. So eine Gegensprechanlage in den Helmen ist auch eine feine Sache: Ursi hat mir immer Ansagen gemacht wie „aufpassen, Querrinne“, „nach der Kurve kommt der erste Steilhang“, „zwei Schnapper“ und so weiter und nach und nach kamen dann Eigenkreationen wie „Doppelwhopper“ oder „Silverstar“ hinzu und wir wussten genau, was gemeint ist 🙂.

Leider hat sich die selbst gebaute Auspuffanlage als die große Schwachstelle gezeigt und wir mussten immer wieder an die Box, um die zu reparieren. Einmal haben wir den Endtopf komplett verloren und es hat ewig gedauert, bis der wieder angebaut war. Zudem nervte die hintere rechte Bremse, aber genau deswegen waren wir ja auch hier, um festzustellen, wo’s noch zwickt und hapert.

Am Samstag standen dann von 13 bis 19 Uhr die zweiten sechs Stunden auf dem Plan aber auch da blieben die Probleme mit Auspuff und Bremse und letztendlich sind wir deutlich weniger gefahren, als wir eigentlich wollten und Lust darauf gehabt hätten. Inzwischen war fast die ganze Strecke trocken und so hatten wir mit dem ganzen Staub auch gleich noch etwas „Dakar-feeling“ 🙂. Das Auto sieht entsprechend aus: außen hängt der Schlamm in jeder Ecke und innen ist alles mit einer dicken Staubschicht überzogen.

Der krönende Abschluss der ganzen Veranstaltung war die Siegerehrung, bei der wir zweimal auf’s Podest gerufen wurden: Zweiter in der Rookie-Wertung und Dritter in unserer Fahrzeugkategorie. Stolz, glücklich und zufrieden haben wir den Abend genossen und ausklingen lassen.

Danke an Mati, der seine Aufgabe als Mechaniker wirklich supertoll gemacht hat, an Alex, die immer gesehen hat, wenn irgendwo eine Hand fehlt, an Ursi, die mir mit den richtigen Ansagen geholfen hat, die Strecke zu meistern und an den Roten Baron, der sauber durchgehalten hat!

Schaut wieder vorbei, wir halten Euch auf dem Laufenden, wie’s weitergeht.

Viele Grüße und bis dahin,

Ursula & Christian

Wohnmobil
Motor
Baron
Mobirise

19.07.2021

Zulassung

Am Freitag ist die wichtigste Nachricht des ganzen Projekts eingetroffen: die Startzusage ist da!! 🙂 🙂 🙂
Das war nämlich gar nicht so selbstverständlich, da es für die ca. 90 Startplätze weit mehr als 140 Bewerber gab und auch wenn uns inoffiziell immer wieder versichert wurde, das alles „ganz gut aussieht“, können wir erst jetzt sicher sein, dass wir dabei sein werden. Es gibt zwar noch die Einschränkung, dass die Technikkommissare auch erst ihr ok geben müssen aber mit denen sind wir in engem Kontakt, das sollte eigentlich klappen. Wir wussten, dass so um den 15. Juli rum die Entscheidung über die Startplätze getroffen wird und entsprechend angespannt waren wir in den letzten Tagen. Am Freitagabend wurde dann auch gleich mehrfach auf die erlösende Nachricht angestoßen! 😉

Viele Grüße und bis bald,

Ursula und Christian


28.06.2021

Tut uns wirklich leid, dass es hier so lange so ruhig war, was aber in keinem Fall bedeutet, dass nichts passiert ist – ganz im Gegenteil, es ist sogar sehr viel passiert…

Die größte Änderung ist sicherlich, dass wir kurzfristig das Einsatzfahrzeug gewechselt haben. Statt wie geplant mit dem Pajero gehen wir nun mit einer Mercedes G-Klasse an den Start. Nachdem bekannt wurde, dass es für die nächste Ausgabe der Classic weit mehr Bewerber als Startplätze gibt und wir dann vielleicht „mit dem 47. Pajero“ auf einen Startplatz gehofft hätten, haben ein paar „Szenekenner“ für uns die Fühler ausgestreckt und einen 280GE aufgetan, der inzwischen auch ziemlich zerrupft bei uns in der Werkstatt steht. Sobald wir den wieder vorzeigen können, gibt es hier selbstverständlich Bilder vom „Roten Baron“ 🙂

Letzten Samstag waren wir bei der Firma Sandtler Motorsport und haben richtig heftig „zugeschlagen“ 😉. Da liegen im Keller jede Menge Lederkombis und an die zehn Helme aber nichts davon können wir für die Dakar verwenden, so dass eine Komplettausstattung notwendig war. Da Sportsitze und –gurte nach fünf Jahren Ihre FIA-Zulassung verlieren, mussten wir auch hier in neues Equipment investieren und schon allein dafür hat sich die Fahrt nach Bochum gelohnt. Wir haben sicher an die 30 verschiedene Sitze durchprobiert und irgendwann zeigten sich die OMP‘s als die für uns beste Lösung.

Alles in allem gehen die Vorbereitungen gut voran und das ganze Projekt ist schon irre spannend und aufregend. Neben den Arbeiten am Auto gibt es noch jede Menge andere Themen und Aufgaben, die abgearbeitet werden müssen. Sei es die Buchungen von Hotels und Flügen, die Suche nach passenden Ersatzteilen oder dem ganz zentralen Punkt, ein geeignetes Allrad-Servicefahrzeug zu finden. Es gibt zwar die Möglichkeit, sich bei anderen Teams einzumieten aber dann ist man eben auch sehr stark abhängig von deren Eintreffen im Biwak oder wann die am nächsten Tag los wollen. Da wir einen Großteil der benötigten Ausrüstung wie Schweißgerät, Werkzeugwagen, Kompressor, Zelt usw. selbst haben, werden wir nun doch ein eigenes Servicefahrzeug dabei haben und sind gerade intensiv auf der Suche nach einem passenden Transporter.

Für das kommende Wochenende sind „Großkampftage“ geplant und dann steht der Mercedes hoffentlich auch wieder auf eigenen Beinen und wir können uns um das Fahrzeuginnere kümmern. Da müssen jetzt ja noch die Sitze und Gurte eingebaut werden, Ursula bekommt ein eigenes „Dashbord“ mit Tripmaster, Navi, Stoppuhren und diversen Schaltern für Zusatzlüfter, Scheinwerfer, Blinklicht usw. und das möchte auch erst einmal alles gebaut und angeschlossen sein. Aber es wird schon werden.

Schaut einfach mal wieder hier vorbei, wie der Stand der Dinge ist, so lange lassen wir Euch in keinem Fall mehr auf Neuigkeiten warten. Versprochen! 😉

Viele Grüße und bis bald,

Ursula & Christian

Ausrüstung 1
Werkstatt 1
Ausrüstung 2

09.04.2021

Zeitungsbericht 09.04.2021

Es gibt mal wieder was zu lesen. Das Beste daran ist, dass dieses Mal ich nichts schreiben musste sondern ein prima Redakteur einen wirklich tollen Artikel verfasst hat 🙂.

Viel Spaß beim lesen, viele Grüße und bis bald,
Ursula & Christian

Ursula und Christian Ruppert
Addresse

Dakar Classic Team Ruppert
Ursula und Christian Ruppert
Haidhof 4
92253 Schnaittenbach

Kontakt

E-Mail: info@ch-ruppert.de
Tel: 0172/8957893

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